Birkenzucker

Birkenzucker

ist auch unter den Begriffen Xylit, Xylitol oder als Zuckeraustauschstoff E-967 bekannt. Xylishop.de führt Premium Birkenzucker - made in Finnland - seit 2010 erfolgreich unter dem Namen Xylipur Birkenzucker in seinem Sortiment.

Reiner Birkenzucker mit Top Kundenbewertungen

Birkenzucker ist ein 5-kettiger Zuckeralkohol (Pentanpentol), der weltweit aufgrund seiner für den Menschen positiven Eigenschaften zunehmend an Beachtung gewinnt. Besonders die positiven Eigenschaften in der Zahnpflege haben Birkenzucker seit den 70er Jahren bekannt gemacht. Wissenschaftliche Untersuchungen, ausgehend von der finnischen Universität Turku, belegen dies in weitreichenden Forschungen.

So wirkt Birkenzucker nachweislich pH-basisch im Mund. Desweiteren hemmt Birkenzucker in der Mundhöhle die Vermehrung von Karies auslösenden Keimen. Birkenzucker dient den Bakterien dabei als Nahrung, die sie aber nicht verstoffwechseln können. So geschwächt werden sie im Wachstum gehemmt.

Was passiert im Mund mit herkömmlichen Zucker?
Die Karies verursachenden Bakterien fühlen sich beim Menschen sehr wohl - auch weil wir uns es zur lieben Angewohnheit gemacht haben, möglichst viel zuckerhaltige Nahrungsmittel über den Tag verteilt aufzunehmen. Morgens schon ein gesüsster Brotaufstrich, vormittags ein Schoko-Crossiant, mittags ein leckeres Eis zum Nachtisch und und und.

Die Liste der zuckerhaltigen Lebensmittel ist dank der heute üblichen industriellen Lebensmittelherstellung sehr lang. Die Industrie verwendet Zucker gerne als billiges Füllmittel, das auch Geschmacks- und Süsskraftaufgaben in Fertigprodukten übernimmt. Dies obwohl die Zusammenhänge von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Fettleibigkeit, Karies etc. bestens bekannt sind. Der Zuckerkonsum beginnt oft schon sehr früh im Kindesalter. Zugeführte normale Zucker oder leicht verdauliche Kohlehydrate werden somit von Kariesbakterien als Nahrung erkannt und deren Vermehrung ist gesichert.

Wie entsteht Säure im Mund?
Der Zahnschmelz ist wie eine starker Schutzschicht um den empfindlichen Zahnkern: durch Mineralien, Phosphate und viele andere Komponenten auf einzigartige Weise verdichtet. Der Zahnschmelz ist die härteste Substanz des Körpers! Dabei ist er täglich vielen mechanischen Belastungen ausgesetzt. Wie beim Knochenbau kann durch Einlagerung von Mineralien und Phosphaten der gesunde Körper den Zahnschmelz in gewissen Grenzen an die jeweiligen Ernährungsbedingungen anpassen. Aber: der Zahnschmelz ist aufgrund seiner mineralischen Zusammensetzung empfindlich gegen Säure.

Als Stoffwechselnebenprodukt einer Zuckermahlzeit erzeugen im Mund lebende Kariesbakterien Säure. Dies führt zu einem pH-Wertabfall des Speichels. Die Säure wirkt auf den Zahnschmelz und 'weicht' ihn an. Stabilisierende Komponenten des Zahnschmelzes werden herausgelöst - mit der Folge, das sich im Zahnschmelz erst kleinere Unregelmässigkeiten, dünne Stellen und später Risse bilden. Durch die entstehenden Risse in der Aussenbarriere des Zahnes ist den Bakterien Tür und Tor zur Besiedelung geöffnet. Die entstehenden Bakteriennester können in der Folge nun auch von der Zahnbürste nicht mehr bzw. unzureichend entfernt werden.

Milchzähne besitzen einen dünneren Zahnschmelz. So werden besonders die Fälle von Kindern mit stark kariösen Zähnen immer drastischer. Höchstwahrscheinlich ist neben genetischen Vorraussetzungen der hohe und steigende Zuckerkonsum für die Kariesbildung verantwortlich ist. Diesen Zucker- und Kohlenhydratmengen hat der menschliche Körper nichts entgegenzusetzen. Verstärkt wird wahrscheinlich die Zahnschmelzerosion auch durch den immer weiter fortschreitender Einsatz von Citronensäure in industriell hergestellten Nahrunsgmittel und Süsswaren.

Birkenzucker wirkt karieshemmend
Eine Ernährungsumstellung weg vom täglichen Zuckerkonsum und Verzicht auf saure Lebensmittel (auch der Citronensäure in Bonbons, Gummibärchen, etc) sollte der erste Schritt zu besseren Zähnen sein. Birkenzucker kann jetzt helfen, die Zähne zu remineralisieren - also den Zahnschmelz wieder zu stabilisieren und den pH Wert zu normalieren. Die Bakterien erhalten nun Birkenzucker statt Zucker. Den Unterschied können Kariesbeakterien aufgrund der ähnlichen Molekülstruktur nicht erkennen. Birkenzucker kann nicht verstoffwechelt werden und die Kariesbakterein werden am Wachstum gehemmt. Die Folge ist weniger Säure und weniger Plague. Wichtig dabei ist ist immer eine regelmässige Anwendung über ein längeren Zeitraum.

Birkenzucker in Zähnchenform

Birkenzucker und seine Anwendungsmöglichkeiten
Anwendungsempfehlungen für für die Zahnpflege mit Birkenzucker gehen allgemein von 3g bis 10g täglich aus, wobei wir mit der täglichen Anwendung von 4-6g gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Entscheidend für den Erfolg sind 100% Xylit Produkte, die ohne Zusätze von weiteren Hilfstoffen oder Süssungsmittel hergestellt werden. Oft verstecken sich andere günstigere Zuckeralkohole (Sorbitol, Mannitol) oder auch Isomalt als Träger in Süsswaren oder Kaugummis. Das verwendete Xylit sollte eine pharmazeutische Qualität haben oder zumindest für die Lebensmittelherstellung zertifiziert sein. Desweiteren sollte eine regelmässige und konsequente Anwendung von Birkenzucker zur Selbstverständlichkeit im Alltag werden. Xylit wird vorzugsweise nach dem Essen in den Mund genommen und solange wie möglich im Mund gehalten. Die Lösungsflüssigkeit ist sehr süß und es kann am Anfang etwas ungewohnt sein: die Süße von Birkenzucker als Zahnpflege sind wir nicht gewohnt. Nach 3-4 Wochen sollten sich ein glatteres Zahngefühl und weniger Zahnfleischprobleme zeigen.

Bewährt hat sich seit längerem die klassische Birkenzucker-Mundspülung: Ein halber Teelöffel reines Xylitpulver (wir haben gelernt: Birkenzucker = Xylit=Xylitol) ohne weitere Flüssigkeit wird nach dem Essen und dem Zähnputzen in den Mund genommen. Der entstehende süße Xylit-Speichel sollte 2-3 Minuten durch die Zähne 'wandern'. Sind alle Zähne ausreichend benetzt kann die Flüssigkeit wieder ausgespuckt werden. Herunterschlucken schadet nicht, ist aber oft unangenehm ob der Süße. Wichtig ist, das nach der 'Behandlung' für 20 - besser 30 Minuten nichts gegessen und getrunken wird um den Bakterien nicht neue Nahrung zuzuführen.  

Der 'Birkenzucker'-Effekt:
Die resultierende Säureminimierung im Mund führt auf lange Sicht zu weniger Zahnschmelzerosion. Es wurden Remineralisierungeffekte des Zahnschmelzes und damit einer Stabilisierung der Zahnoberfläche festgestellt. Je nach genetischer Disposition und Ernährungsform kann der neugebildete Zahnschmelz eine abweichende Farbe annehmen, da bei der Einlagerung und Neubildung Phosphate aus der Nahrung aufgenommen werden.

Birkenzucker im Vergleich mit Stevia
Birkenzucker hat gegenüber Stevia den Vorteil das die Süßkraft zu dem allseits beliebten aber schädlichen Haushaltszucker nahezu identisch ist. Während Stevia zudem noch nach Lakritz schmeckt, ist Birkenzucker weitgehend neutral süß. Dadurch ist Birkenzucker in der Küche der ideale, weil unkomplizierte 'Süßmacher'. Durch die Unterschiede in der spezifischen Molekularstruktur zum Zucker und den Kühleffekt beim Lösen in Flüssigkeiten wird aber dennoch etwas 'Kreativität' in der Küche erforderlich sein, um gute Koch- und Backergebnisse zu erhalten. Eventuell muss beim Backen mit Backtriebmittel gearbeitet werden. Birkenzucker lässt zudem Hefeteige nicht 'gehen'.

Haltbarkeit
In seiner Reinform ist Birkenzucker ein je nach Körnungsgrad und Reinheitsgrad weißes Pulver. Die Haltbarkeit von Birkenzucker im Haushalt ist unkritisch. Das Pulver hält sich bis zu mehreren Jahren - vorausgesetzt die Umgebung ist kühl und trocken. Birkenzucker lässt sich je nach Körnung gut ab- und umfüllen. Wichtig ist die trockene Aufbewahrung: Da er leicht hygroskopisch ist, d.h. Wasser anzieht, bildete er bei hoher Luftfeuchtigkeit Klumpen, die sich aber durch Klopfen und Schütteln der Packung leicht wieder lösen lassen. Dabei gilt: Je feiner der Birkenzucker, desto stärker wirkt der Klumpungseffekt. Sie kennen es vom feinen Puderzucker.